Wer sich ein Haustier holt, merkt schnell, wie teuer das Drumherum ist. Ein Kratzbaum kostet neu schnell hundert Franken oder mehr, dazu Transportbox, Gehege, vielleicht ein Aquarium – das summiert sich, bevor das Tier überhaupt eingezogen ist.
Das Komische daran: Vieles davon steht irgendwo in der Schweiz herum und wird verschenkt. Weil das Büsi den Kratzbaum nie benutzt hat. Weil der Hund aus der Welpenbox herausgewachsen ist. Weil jemand umzieht und das Terrarium nicht mitnehmen kann, oder weil ein Tier gestorben ist und die Sachen im Keller nur noch wehtun.
Was sich für Tiere verschenken lässt
Auf der Karte von Pikitup taucht Tierzubehör regelmässig auf. Am häufigsten:
- Kratz- und Katzenbäume – oft kaum bespielt, weil die Katze lieber das Sofa nimmt.
- Transport- und Hundeboxen – vor allem Welpenboxen, sobald der Hund gewachsen ist.
- Aquarien und Terrarien – sperrig und schwer zu entsorgen, darum gern verschenkt.
- Käfige und Gehege für Nager, Vögel oder Kaninchen.
- Näpfe, Futterstationen, Heunetze, Decken und Körbchen.
- Leinen, Geschirre und Halsbänder von Tieren, die herausgewachsen sind.
Nicht jeden Tag und nicht alles auf einmal. Aber wenn du nicht gerade heute alles brauchst, lohnt sich der regelmässige Blick auf die Karte – in Zürich genauso wie in kleineren Orten.
Warum gerade bei Tierbedarf secondhand Sinn macht
Tierzubehör ist ein Paradebeispiel für Sachen, die neu gekauft, aber kaum gebraucht werden. Der Kratzbaum, den die Katze ignoriert. Das Laufgitter, das nach drei Monaten zu klein ist. Das zweite Körbchen, das der Hund nie angeschaut hat.
Dazu kommt: Die grossen Stücke sind neu teuer und gleichzeitig mühsam loszuwerden. Ein ausgedienter Kratzbaum passt in keinen Abfallsack, ein Aquarium bringst du nicht mal eben zur Sammelstelle. Genau solche Sachen werden lieber verschenkt als weggeworfen – gut für den, der sie braucht, und gut für den, der sie loswird.
Der Umweltgedanke kommt dazu. Ein zweites Leben für einen Kratzbaum ist allemal besser als ein neuer aus Pressspan und Plüsch, der nach einem Jahr im Müll landet.
Worauf du bei gebrauchtem Tierzubehör achtest
Ein paar Dinge sind bei Tiersachen wichtiger als bei einem Bücherregal:
- Reinigen, bevor dein Tier ran darf. Boxen, Näpfe und Käfige gründlich auswaschen, Textilien wenn möglich heiss waschen – vor allem, falls das Vortier krank war.
- Auf Schäden schauen. Angeknabberte Kabel an einem Aquariumdeckel, durchgescheuerte Gurte an einem Geschirr, rostige Käfigstäbe – solche Sachen lässt du besser stehen.
- Manches nimmst du gar nicht secondhand: geöffnetes Futter, stark abgenutzte Geschirre mit ausgefransten Gurten, oder Kratzbäume, die wackeln. Bei allem, was die Sicherheit des Tieres betrifft, lieber zweimal hinschauen.
Der Rest – Körbchen, Bäume, Boxen, Gehege – ist meist völlig unbedenklich, sobald er sauber ist.
Verschenken statt entsorgen
Falls du auf der anderen Seite stehst – das Tier ist ausgezogen, gestorben, oder die Phase mit dem Welpengitter ist vorbei – dann wirf die Sachen nicht weg. Jemand in deiner Nähe sucht vielleicht gerade genau das.
Ein Foto, ein paar Worte, der Standort: Mehr braucht es nicht, um etwas zu verschenken. Du musst es nicht mühsam zur Entsorgung schleppen, und für jemand anderen ist es genau das Richtige. Was in der Schweiz sonst noch gerade gratis abzuholen ist, siehst du auf derselben Karte.
Tiere sind mehr als ihre Ausstattung
Zum Schluss etwas, das mit der Karte nichts zu tun hat, aber zum Thema gehört. Die beste Box und der teuerste Kratzbaum nützen nichts, wenn das Tier eines Tages nicht mehr nach Hause kommt.
Zwei Dinge helfen wirklich und kosten wenig: ein Mikrochip mit aktueller Registrierung und eine Adressmarke am Halsband. Beides klingt banal, entscheidet im Ernstfall aber darüber, ob ein gefundenes Tier zu dir zurückfindet.
Und wenn eine Katze oder ein Hund tatsächlich verschwindet, zählen die ersten Stunden. Nachbarn absuchen, Futter rausstellen, an den Stellen nachschauen, wo sich Tiere verkriechen – und möglichst schnell möglichst viele Leute in der Umgebung informieren. Dafür gibt es inzwischen einen Schweizer Suchdienst, der deinen Suchaufruf rund um den letzten Standort an Tausende Nachbarn ausspielt. Die Anzeigen laufen innert einer Stunde, genau dort, wo das Tier zuletzt gesehen wurde, und du kannst sie jederzeit stoppen, sobald es wieder da ist.
Hoffentlich brauchst du das nie. Aber es schadet nicht, davon zu wissen, bevor es so weit ist.