Kanton

EntsorgungskalenderCantone Grigioni

Abholtermine, Kehrichtsack-Preise und Sammelstellen für Cantone Grigioni – zusammengetragen aus den offiziellen Quellen deiner Gemeinde.

So funktioniert es

Entsorgung im Cantone Grigioni

Graubünden ist der flächenmässig grösste und am dünnsten besiedelte Kanton der Schweiz und zählte Ende 2024 rund 206'100 Einwohnerinnen und Einwohner, verteilt auf rund 100 politische Gemeinden (2014 waren es gemäss der kantonalen Abfallplanung noch 146; die Zahl ist seither durch Gemeindefusionen laufend gesunken). Nur eine Handvoll Gemeinden hat mehr als 5'000 Einwohner: Chur, Davos, Landquart, Domat/Ems und St. Moritz. Zuständig für den Hauskehricht sind gemäss Art. 35 des kantonalen Umweltschutzgesetzes (KUSG) die Gemeinden selbst: Sie sammeln den Siedlungsabfall, transportieren ihn zu den Abfallanlagen, bauen und betreiben die nötigen Anlagen und richten Sammelstellen für kleinere Mengen Sonderabfall aus Haushalten und Kleingewerbe ein. Der Kanton bzw. das Amt für Natur und Umwelt (ANU) beschränkt sich auf übergeordnete Planung, Aufsicht, Koordination und den Vollzug der Bundes- und Kantonsgesetze und ist zugleich Bewilligungsbehörde für sämtliche abfallrechtlichen Bewilligungen.

Weil einzelne Gemeinden die grossen Distanzen in den Bündner Tälern kaum wirtschaftlich bewältigen könnten, haben sich praktisch alle Gemeinden zu acht regionalen Abfallverbänden zusammengeschlossen: dem GEVAG (Gemeindeverband für Abfallentsorgung Graubünden, u. a. mit Chur, Domat/Ems und Landquart), dem AVM (Abfallbewirtschaftungsverband Mittelbünden, rund 30 Gemeinden), der Regiun Surselva, der Region Maloja / ABVO (Abfallbewirtschaftungsverband Oberengadin-Bergell, u. a. mit St. Moritz), Pro Engiadina Bassa (PEB) und dem Cumün da Val Müstair (CDVM) — die seit 1. Januar 2016 als Regiun Engiadina Bassa Val Müstair zusammengelegt sind, ihre Kehrichtentsorgung aber vorläufig weiterhin getrennt organisieren —, der Region Valposchiavo (RV) sowie dem CRER (Corporaziun dals Comüns dal Mesolcina e Calanca). Die Aufgabenteilung zwischen Gemeinde und Verband ist unterschiedlich geregelt; meist übernimmt der regionale Verband Sammlung, Transport und Beseitigung des Kehrichts sowie die Sammlung der Wertstoffe. Eine Ausnahme bildet der GEVAG, dessen Tätigkeit sich im Wesentlichen auf den Betrieb der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Trimmis beschränkt, die seit 1975 den grössten Teil des brennbaren Bündner Hauskehrichts verwertet; seit einer Teilrevision des KUSG im Jahr 2009 ist der ganze Kanton dem Einzugsgebiet der KVA Trimmis zugeordnet, weshalb inzwischen auch Regionen wie das Oberengadin/Bergell (Region Maloja) ihren Kehricht dorthin liefern.

Einen einheitlichen Kantonssack wie in Basel-Stadt oder Zug gibt es in Graubünden nicht: Jede Gemeinde bzw. jeder Abfallverband gibt einen eigenen gebührenpflichtigen Kehrichtsack heraus, meist kombiniert mit einer jährlichen Grundgebühr; das Gebührensystem muss gemäss Art. 32a des eidgenössischen Umweltschutzgesetzes und Art. 37 KUSG kostendeckend und verursachergerecht sein. Die Preise unterscheiden sich entsprechend: Ein 35-Liter-Sack kostet zum Beispiel Fr. 1.90 in Chur (Churersack, mit ChurCard) und in der Region Maloja (u. a. St. Moritz), aber Fr. 3.60 in Landquart (Rolle à 10 Stück für Fr. 36.–, seit 1. Januar 2026). Gemäss der letzten vollständigen kantonalen Abfallplanung fielen im kantonalen Mittel rund Fr. 130.– pro Person und Jahr an gesamten Abfallgebühren an; wie hoch die Gebühr in einer einzelnen Gemeinde effektiv ausfällt, hängt vom zugehörigen Abfallverband ab und variiert teils sogar innerhalb desselben Verbands von Gemeinde zu Gemeinde.

GemeindenStand Juli 2026

Die grössten Gemeinden im Vergleich

GemeindeSack35 LKalender
ChurChurersackCHF 1.90Öffnen
Davosblauer GebührensackÖffnen
LandquartCHF 3.60Öffnen
Domat/EmsÖffnen
St. MoritzCHF 1.90Öffnen
AbholtermineStand Juli 2026

Was wird im Cantone Grigioni abgeholt?

AbfallartÜblicher Rhythmus
KehrichtWöchentlich
PapierAlle 2-4 Wochen
KartonAlle 2-4 Wochen
GrüngutWöchentlich (Saison)

Richtwerte – die verbindlichen Termine legt deine Gemeinde fest.

Kehrichtsack

Kehrichtsack

In allen Bündner Gemeinden gilt eine Kehrichtsackpflicht mit Gebührensack, aber Sackbezeichnung, Farbe und Preis legt jede Gemeinde bzw. der zuständige regionale Abfallverband selbst fest, weshalb sie von Ort zu Ort teils deutlich variieren.

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet der Kehrichtsack im Kanton Graubünden?

Das hängt von deiner Wohngemeinde ab, weil es keinen einheitlichen Kantonssack gibt. Ein 35-Liter-Sack kostet zum Beispiel Fr. 1.90 in Chur (mit ChurCard) und in der Region Maloja (u. a. St. Moritz), aber Fr. 3.60 in Landquart (Rolle à 10 Stück für Fr. 36.–, seit 1. Januar 2026). Gemäss der letzten kantonalen Abfallplanung liegt der durchschnittliche gesamte Abfallgebührenaufwand bei rund Fr. 130.– pro Person und Jahr; massgebend ist immer das Reglement deiner Gemeinde oder des zuständigen Abfallverbands.

Gibt es im Kanton Graubünden einen einheitlichen Kehrichtsack für den ganzen Kanton?

Nein. Anders als etwa Basel-Stadt oder Zug organisiert Graubünden die Kehrichtentsorgung dezentral über die rund 100 Gemeinden, die sich grösstenteils zu einem von acht regionalen Abfallverbänden zusammengeschlossen haben, etwa dem GEVAG, dem Abfallbewirtschaftungsverband Mittelbünden (AVM), der Regiun Surselva oder der Region Maloja/ABVO. Sackbezeichnung, Farbe und Preis legt jede Gemeinde bzw. jeder Verband selbst fest.

Wohin kommt der Hauskehricht aus dem Kanton Graubünden?

Der grösste Teil wird in der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) der GEVAG in Trimmis bei Chur thermisch verwertet, die seit 1975 in Betrieb ist. Seit einer Teilrevision des kantonalen Umweltschutzgesetzes im Jahr 2009 ist der ganze Kanton dem Einzugsgebiet der KVA Trimmis zugeordnet; aus der Anlage werden auch Fernwärme (u. a. für Chur) und Strom gewonnen.

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QuellenStand Juli 2026

Alle Angaben stammen aus den verlinkten offiziellen Quellen. Verbindlich sind die Publikationen deiner Gemeinde.